Telemotor

Chronik

Telemotor Timeline

Eine wachsende Zeitleiste für Fahrzeuge, Technikgeschichte und passende Sendungen.

1955

Wartburg 311

Der Wartburg 311 gehörte zu den bekanntesten Personenwagen der DDR. Seine elegante Karosserie, der Frontantrieb und die große Variantenvielfalt machten ihn auch außerhalb der DDR erfolgreich. Während seiner Bauzeit stieg die Leistung des wassergekühlten Dreizylinder-Zweitaktmotors von 37 auf 45 PS.

1957

Wartburg 313/1 Sport

Der Wartburg 313/1 Sport war ein zweisitziger Roadster auf Basis des Wartburg 311. Zwei Vergaser und eine höhere Verdichtung steigerten die Leistung auf 50 PS und ermöglichten rund 140 km/h. Insgesamt entstanden nur 469 Exemplare, von denen 143 exportiert wurden.

1961

Trabant P 50 Camping

Der Trabant P 50 Camping war die besonders freizeitorientierte Kombiversion des ersten in Großserie gebauten Trabant. Umklappbare Sitze und ein großes Faltdach machten den kompakten Fronttriebler ungewöhnlich vielseitig. Angetrieben wurde er von einem luftgekühlten Zweizylinder-Zweitaktmotor.

1968

Barkas B 1100

Der Barkas B 1100 sollte den B 1000 durch einen moderneren Kleintransporter ersetzen. Drei Prototypen entstanden mit unterschiedlichen Antrieben, darunter der Wartburg-Zweitaktmotor und ein 75 PS starker Moskwitsch-Viertaktmotor. Nach rund 30.000 Erprobungskilometern wurde das Projekt 1972 beendet.

1966

Wartburg 353

Der Wartburg 353 verband eine sachliche Pontonkarosserie mit dem bewährten Frontantrieb und Dreizylinder-Zweitaktmotor aus Eisenach. Er wurde als Limousine, Tourist und in mehreren Nutzfahrzeugvarianten gebaut und prägte über zwei Jahrzehnte das Straßenbild der DDR.

1988

Wartburg 1.3

Mit dem Wartburg 1.3 erhielt die bekannte Eisenacher Karosserie einen in Lizenz gefertigten VW-Viertaktmotor. Der Umbau erforderte umfangreiche Änderungen an Vorderwagen und Antrieb. Trotz modernerem Motor blieb dem Modell nur eine kurze Produktionszeit bis April 1991.

1961

Barkas B 1000

Der Barkas B 1000 war der vielseitige Kleintransporter der DDR. Frontantrieb, Einzelradaufhängung und eine sehr niedrige Ladefläche ermöglichten zahlreiche Aufbauten vom Kastenwagen bis zum Krankenwagen. Erst kurz vor Produktionsende folgte der B 1000-1 mit Viertaktmotor.

1962

Trabant 600 Camping

Der Trabant 600, intern P 60 genannt, übernahm die Karosserie des P 50 und erhielt einen auf 594 Kubikzentimeter vergrößerten Zweitaktmotor. Die seltene Camping-Ausführung kombinierte den Kombiaufbau mit Liegesitzen und großem Faltdach.

1964

Trabant 601

Der Trabant 601 wurde zum bekanntesten Auto der DDR. Unter den Duroplast-Außenhautteilen saß ein Stahlgerippe, angetrieben wurde der Wagen von einem luftgekühlten Zweizylinder-Zweitaktmotor. Trotz zahlreicher Detailverbesserungen blieb die Grundkonstruktion mehr als 25 Jahre in Produktion.

1990

Trabant 1.1

Der Trabant 1.1 war die letzte Serienausführung des Zwickauer Kleinwagens. Ein nach VW-Lizenz gebauter Viertaktmotor ersetzte den Zweitakter, während die vertraute Grundform nur behutsam modernisiert wurde. Nach der Wiedervereinigung endete die Fertigung bereits 1991.

1988

Trabant 1.1 E

Der Trabant 1.1 E war ein 1988 gebauter, fahrfähiger Prototyp für die geplante Viertakt-Baureihe. Er erhielt eine modern gestaltete Front und eine bis zur Stoßstange heruntergezogene Heckklappe. Wegen der dafür nötigen neuen Produktionswerkzeuge wurde diese Karosserie nicht in Serie übernommen.

1973

Trabant 610

Der Trabant 610 entstand als moderner Nachfolger für Trabant 601 und Wartburg 353. Das Gemeinschaftsprojekt setzte auf Schrägheck, Frontantrieb und einen Vierzylinder-Viertaktmotor. Trotz weit fortgeschrittener Entwicklung wurde das Vorhaben politisch gestoppt.

1973

Saporoshez SAS-968A

Der SAS-968A war ein sowjetischer Kleinwagen mit luftgekühltem V4-Motor im Heck. Seine markanten seitlichen Lufteinlässe brachten ihm in der DDR den Spitznamen Ohren-Saporoshez ein. Die robuste Konstruktion war einfach, bot aber einige ungewöhnliche technische Lösungen.

1964

Škoda 1000 MB

Der Škoda 1000 MB leitete 1964 eine neue Ära für den Hersteller ein. Motor und Antrieb saßen im Heck, der neu entwickelte Vierzylinder besaß einen Aluminiumblock. Die viertürige Limousine wurde in einem eigens errichteten Werk in Mladá Boleslav produziert.

1970

Škoda 110 R

Der Škoda 110 R war die sportliche Coupé-Variante der heckgetriebenen Škoda-Baureihe. Sein wassergekühlter Vierzylinder saß hinter der Hinterachse. Das elegante Zweitürer-Design machte ihn zu einem der begehrtesten Automobile aus der Tschechoslowakei.

1956

Tatra 603

Der Tatra 603 war eine repräsentative Limousine mit stromlinienförmiger Karosserie und luftgekühltem V8-Motor im Heck. Das außergewöhnliche Fahrzeug war vor allem für staatliche Stellen und leitende Funktionäre bestimmt.

1974

Tatra 613

Der Tatra 613 folgte auf den 603 und verband eine von Vignale gezeichnete Karosserie mit einem luftgekühlten V8 über der Hinterachse. Die handgefertigte Oberklasselimousine wurde in kleinen Stückzahlen und mehreren Entwicklungsstufen gebaut.

1970

Lada 1200 S

Der Lada 1200 S basierte auf dem Fiat 124, wurde für sowjetische Straßen und Klimabedingungen jedoch umfangreich verstärkt. Mit Hinterradantrieb, obenliegender Nockenwelle und einfacher Technik entwickelte er sich zu einem robusten Exporterfolg.

1994

Volkswagen Golf III CitySTROMer

Der Golf III CitySTROMer war ein früher seriennaher Elektro-Golf, der vor allem an Energieversorger geliefert wurde. Sein Elektromotor leistete 17,6 kW. Die kleine Serie knüpfte an Volkswagens Elektroversuche der 1970er-Jahre an.

1978

Audi 80 B2

Der von Giorgetto Giugiaro gezeichnete Audi 80 B2 verband klare Linien mit geringem Gewicht und einer breiten Motorenpalette. Neben sparsamen Vierzylindern gab es Fünfzylinder und erstmals auch eine allradgetriebene quattro-Limousine.

1928

Ford Modell A

Das Ford Modell A trat die Nachfolge des legendären Modell T an. Es besaß bereits die später übliche Anordnung von Kupplungs-, Brems- und Gaspedal, ein Dreiganggetriebe und mechanische Trommelbremsen an allen vier Rädern.

1983

Opel Rekord E2 CD

Der Rekord CD war die luxuriöse Spitzenausstattung des Opel Rekord E2. Feinvelours, zusätzliche Zierelemente und der kräftige Einspritzmotor positionierten ihn oberhalb der gewöhnlichen Rekord-Modelle.

1952

Lloyd LT 500

Der Lloyd LT 500 war ein besonders kompakter Kleintransporter der frühen Nachkriegszeit. Sein Zweizylinder-Zweitaktmotor kam mit nur 386 Kubikzentimetern Hubraum aus. Das Leichtbaukonzept machte ihn sparsam, verlangte dem Fahrer aber Geduld ab.

1972

Volkswagen 412

Der VW 412 war die letzte Entwicklungsstufe des Volkswagen Typ 4. Er bot mehr Platz und Leistung als der Käfer, hielt aber am luftgekühlten Heckmotor fest. Trotz moderner Einspritztechnik blieb der große Volkswagen ein Außenseiter.

1998

Sachsenring UNI 1

Der Sachsenring UNI 1 war ein nach der Wiedervereinigung entwickelter Technologieträger aus Zwickau. Das Fahrzeug kombinierte zwei Antriebe und sollte zeigen, welches Entwicklungspotenzial am traditionsreichen Standort noch vorhanden war. Es blieb beim Einzelstück.

1968

Wartburg 355

Der Wartburg 355 war ein moderner Schrägheck-Prototyp aus Eisenach. Verschiedene Versuchswagen wurden mit Viertaktmotoren erprobt, doch eine Serienfreigabe blieb aus. Das Projekt zeigt die nicht verwirklichten Modernisierungspläne des DDR-Automobilbaus.

1973

Rovomobil

Das Rovomobil war eine futuristische DDR-Fahrzeugstudie aus den frühen 1970er-Jahren. Mit seiner keilförmigen Karosserie unterschied es sich radikal von den damaligen Serienfahrzeugen. Eine Serienproduktion war nicht vorgesehen.

1980

Elsist

Der Elsist gehörte zu den wenig bekannten elektrischen Versuchsfahrzeugen der DDR. Das kompakte Konzept war vor allem als Technologieträger gedacht und erreichte keine Serienfertigung.

2009

Trabant nT

Der Trabant nT wurde 2009 als elektrisch angetriebene Neuinterpretation des DDR-Klassikers vorgestellt. Das Design griff typische Trabant-Merkmale auf, übersetzte sie aber in eine moderne fünftürige Karosserie. Über das Studienfahrzeug kam das Projekt nicht hinaus.